Stückzahl:

Chianti dei Colli Senesi DOCG Vertunno Panizzi

Artikelnummer 54141
Weingebiet Italien - Gemeinde von San Gimignano
Preis CHF 18.80
Flascheininhalt 75 cl
Rebsorten Sangiovese
Weblink www.panizzi.it/
Details

Ausbau
mindestens 12 Monate in kleinen Eichenholzfässern

Lagerfähigkeit
6 Jahre

Weinanbaugebiete

PANIZZI GIOVANNI
Die Azienda Agricola Panizzi ist ein kleiner landwirtschaftlicher Betrieb, der sich über etwa 8 Ha. Weinland, davon sind 6,5 Ha mit Vernaccia di San Gimignano, 1,5 Ha mit roten Rebsorten (Chianti-Sangiovese und Canaiolo) und 1,5 Ha mit Olivenbäumen angebaut. Die Weinberge liegen in einer optimalen Lage auf einer Höhe von 270 bis 300 Metern ü.d.M. und einen Sprung von St. Gimignaos Stadtmauer entfernt. Da wir die Meinung vertreten, dass ein guter Wein nur aus guten Reben produziert werden kann, haben wir uns stark auf die Arbeit im Weinberg konzentriert, vor allem bezüglich der Dichte der Rebstöcke pro Hektar, der Anbauart, der Klonendtypen und der Pfropfungsträger der Weinstöcke. Was den Weinkeller betrifft ist er mit modernen Stahlbehältern unter kontrollierter Temperatur ausgestattet. Ausserdem existiert ein kleiner alter Keller, der höhlenartig in einem Hügel auf Tuffstein ausgegraben wurde, wo der Vernaccia Riserva in Barriques ausgebaut wird und die Temperatur sowohl im Winter als auch im Sommer immer die gleiche ist.

Giovanni Panizzi hat sich mit Leib und Seele dem Weinbau verschrieben. Ursprünglich wollte sich der Computerfachmann aus Mailand im Jahre 1979 nur ein Feriendomizil mit Blick auf die Türme von San Gimignano kaufen. Zu dem Anwesen gehört ein Olivenhain und 8 Hektar Weinberge. Die Weingärten liegen in einer Höhe von 270 bis 300 Metern einen Sprung von der Stadtmauer entfernt. Davon sind heute 6,5 ha mit Vernaccia di San Gimignano und 1,5 ha mit den roten Rebsorten Sangiovese und Canaiolo für den Chianti bepflanzt. Giovanni Panizzi entdeckte seine Liebe zum Wein und nach zehn Jahren Aufbauarbeit begann er 1989 mit dem Abfüllen seiner Liebhaberei. Der Hof mit einem wunderschönen Blick auf die berühmten Geschlechtertürme ist heute ein Weingut allererster Güte. Giovanni Panizzi zählt zu den wirklichen Spitzenproduzenten des Vernaccia. Außer der normalen Vernaccia gibt's auch eine Riserva die im kleinen, in Tuffstein gegrabenen, Keller in Barriques ausgebaut wird. Durch die Neuanlage der Weingärten gibt es jetzt auch eine kleine Menge Chianti und einen Tafelwein im Programm.

Geschichte
Welche auch die verschiedenen Arten von VERNACCIA sein mögen, keine hat die sonnige Durchsichtigkeit, den trockenen Geschmack, den delikaten und feinen Duft der Vernaccia von San Gimignano; auch kein anderer Wein erhielt zu allen Zeiten solch aufrichtiges und begeistertes Lob von Künstlern und Dichtern, von Prinzen und Päpsten. Dieser Wein stammt seit unvordenkbaren Zeiten aus den Rebbergen auf einer Erde von Sand und weissem Tuff durchfurcht von tiefen Tonadern, Eigenart der weiten Hügel von San Gimignano. Über den Ursprung dieser Rebberge wurden manche Nachforschungen durchgeführt und man glaubte feststellen zukönnen, dass ein gewisser Perone Peroni, als Erster im Jahre 1280 die Rebe der Vernaccia gepflanzt habe; Manche behaupten jedoch, dass die Reben und dessen Anbau durch Messer Vieri de Bardi in der zweiten Hälfte des XII. Jahrh. aus Ligurien eingeführt worden sei. Keine dieser Angaben stützt sich jedoch auf authentischen Dokumenten, sicher ist nur, dass schon im Jahre 1276 der Handel und die Ausfuhr der Vernaccia in San Gimignano blühte. So finden wir tatsächlich in den Steueraufzeichnungen jenes Jahres einen Ansatz von drei "soldi" für jede Ladung der Vernaccia ausserhalb der Gemeinde und wir finden auch die Aufstellung eines Registers der "Proveditori " oder "Pesatori " (Abwägern, die nicht nur für die Steueraufzeichnungen zu sorgen hatten, sondern auch für den Einkauf der besten Qualitäten der Vernaccia für die Gemeinde beauftragt waren. Es ist offensichtlich, dass schon zu jener Zeit die VERNACCIA auf den wichtigsten italienischen Märkten einen ausgezeichneten Ruf erworben hatte und die geschmückten Tafeln der reichen Herren jener Epoche erfreute. Selbst Dante, sich unter den Feinschiriecker des Fegfeuers uInherwendend, sieht in Foreste Donati einen alten Abgezehrten mit abgemagerten Gesicht, der seine raffinierte Neigung, sich mit Aal à Ia Vernaccia zu füllen, bitter bezahlt.. : " Questi e, mostrò col dito, è Bonagiunta. Bonagiunta da Lucca: e quella faccia di là da lui più che l'altra trapunta ebbe la Santa Chiesa e le sue braccia: dal Torso fù, e purga per digiuno I 'anguille di Bolsena e la VERNACCIA ' (Purg. XXIV 19-24) So wie dieser Ort gut und günstig gelegen ist, von vielen überaus kunstfertigen. Männern, Doktoren, Notaren und Schulmeistern bewohnt, so sollten auch die Rebberge reichlich sein, um mehr Wein dieser Sorte zu erzeugen, als es der Fall ist. Denn er hat eine Vollkommenheit in sich, eine Farbe und Geschmack; in ihm liegt ein Duft und wer einen guten Tropfen wünscht, will nicht ein säuerliches Getränk, sondern einen reifen, weich und zart duftenden Traubensaft. Von diesem Wein erfreute sich seine Heiligkeit und machte damit San Gimignano grosse Ehre ". (von der Art der Weinsorten und der Reisen von Papst Paolo III., beschrieben durch Sante Lancerio, seinem Weinschenk). Wein, also, der die Päpste sündigen machte, Wein der Aristokraten, und der zu allen Zeiten auf den bedeuternsten Märkten sehr gesucht war; er erfreute die prunkvollsten Tafeln der Prinzen der Renaissance.
 
So glänzte er in den Pokalen der Gäste zur Hochzeit Medici-Rucellai im Jahre1468, ein Geschenk (40 Flaschen) an das Brautpaar von der Gemeinde von San Gimignano. Und wiederum auf dem Tische von Lorenzo il Magnifico, der die Gemeinde dauernd nach Geschenken von Vernaccia anfragte, sich entschuldigend, indem er sagte, der Wein sei seiner Mutter, Lucrezia Tornabuoni höchst angenehm und zugleich seinem jungen Sohn Piero nützlich und ein Stärkungsmittel für seine Gesundheit; So versäumten es die Leute von San Gimignano nicht, sich zu verpflichten, ihrem Herrn freigebig und reichlich mit Geschenken von Vernaccia zu huldigen, sei es zu Weihnachten, sei es zu Ostern oder zu Sankt Johannes; und, um keine schlechte Figur mit Lucrezia und Piero zu machen, kamen sie 1477 sogar dazu zwei Begutachter zu wählen, die mit Umsicht für den besten und wohl geratenen Wein zu sorgen hatten. (Arch. Stor di San Gimignano Lib. Provv n. 136/177) So war es auch wiederum ein Papst, Leone X, aus dem Hause Medici, der sich an die Vernaccia gewohnt hatte, und, nachdem er auf den Sankt Petersstuhl emporkam, konnte er es nicht unterlassen und liess sich diesen Wein bis nach Rom kommen. Sogar Ludovico il Moro, 1487, wollte 200 Flaschen, um die Hochzeit seines Neffen Gian Galeazzo mit Isabella, Tochter von Alfonso II., König von Neapel zu erfreuen. Der Erfolg der Vernaccia war während jenes Festmahles dermassen, dass er sofort an die Gemeinde schrieb, um 500 Rebsprösslinge zu erhalten, um sie in der Lombardei anzupflanzen. Der Herzog Guidobaldo von urbino folgte diesem Plan sofort, um die Vernaccia in seinem Lande zu verbreiten. Leere Hoffnungen! Die beiden Prinzen waren in der Tat enttäuscht, da die Reben, obwohl gut gedeihend, keine gute Qualität von Vernaccia ergaben. Der Misserfolg von Moro und Guidobaldo hing mit der Tatsache zusammen, da der Wert des Weines eng mit der Ungebung, wo er gedeiht, verbunden ist. In der Folge stieg auch der Preis der Rebbergzonen der Vernaccia in San Gimignano, wie es aus notariellen Dokumenten von Handänderungen aus der Zeit des Renaissance hervorgeht. Aus dem Vertrag von Lazzaro Perone, der im Jahre 1525 Land efektief zu gutem Preisen verkaufte. "...bona immobilia partim vinata in vineis grechi et partim in vineis vernaccie... ".Der Wein Vernaccia von San Gimignano kann sich einer Tradition und einem Jahrhundertalten Ruf und Erfolg rühmen, so sehr dass er als ältester italienischer Wein, unter jenen mit der Erklärung des geprüften Ursprunges (Denominazione d'origine controllata) in Betracht genommen wurde. Schon Wincenzo Coppi, in seinen "Annali di San Gimignano 1695 Seite 141" definiert ihn: " Auserlesener Weisswein, der aus San Gimignano stammt; ist einer der besten und anerkennungswürdigsten Weine, die in Italien hergestellt werden... ". Nach Targioni: "gereicht die Vernaccia dem Gaumen angenehm; gekostet scheint dieser Wein sehr leicht, aber erwärmt den Magen ". (Viaggi, 1770, tomo VII. p.489) Ebenso wohlwollende und schmeichelhafte Urteile
 finden sich bei Leonardo Alberti, (Descrizione di tutta ltalia 1596) und bei Ignazio Malenotti (Manuale del vignaiolo toscano XVlll Jahrh.). Die Herstellung diese delikaten und edeln Weines, nach so vielen Erfolgen im Laufe der Jahrhunderte, wurde im ganzen XVIII. Jahrh. vernachlässigt, und, trotz den dringenden Bitten der Feinschmecken wurden nur kleine Mengen für den Eigengebrauch der Rehhauern erzeugt.

In der heutigen Zeit jedoch, und durch den besonderen Verdienst einiger begeisterten Rebbauern, hat der Anbau ausgesuchter Reben stark zugenommen.

So ist dieser Wein wieder auf unsern Tisch zurückgekehrt, Wein der Fachkundigen, Wein, der von den Päpsten und Edeln seinerzeit getrunken wurde. Erster italienischer Wein, der die Bezeichnung des kontrollierten Ursprunges (d'origine controllata D.P.R. 3 marzo 1966) erhielt; einer strohgelben Farbe, trockenen und harmonischen Aromas, mit einem eigenartigen Gepräge eines herben Nachgeschmackes, mit einem leichten und anhaltenden Bukett. Er hat nichts gemein mit der sardinischen Vernaccia und darf nicht mit jener verwechselt werden. Es ist eine vollkommene verschiedene Trinksame, hauptsächlich für Vorspeisen und Fischgerichte angezeigt. Von vielen wird er auch als Aperitif Geschätzt. Diesem Wein könnten die Redi, ohne Angst vor einem Irrtum, die Königskrone bewilligen.

Vernaccia di San Gimignano
Ist der erste Wein, dem im Jahre 1966 die kontrollierte Ursprungsbezeichnung zuerkannt wurde. Er gehört zu den kostbarsten Weinen Italiens und wird ausschliesslich auf Gemeindegebiet von San Gimignano hergestellt. Er wird aus den Trauben der Vernaccia-Rebe gewonnen, die nur in guten Hügellagen des Gemeindegebietes angebaut werden darf. Die mittlere Meereshöhe der Weinberge beträgt 280 m. Die Erde, bestehend aus gelbem Sand und sandigem Lehm ist pliozänen Ursprungs. Folgende Reberziehungsformen dominieren: Streckbogen nach Guyot und gespornter Doppelbogen, bei einer Pflanzdichte von ca. 3000 Stöcken pro Hektar.
 Die Lese findet zwischen dem 15. September und dem 15. Oktober mit einem Maximalertrag von 9.000 kg. pro Hektar statt. Es wird traditionell in "Weiss" vinifiziert. Durch Kühlung des Mostes wird bereits vor der Gärung ein hoher Klärungsgrad erreicht. Die temperaturkontrollierte Gärung in Stahl oder Zementtanks dauert durchschnittlich 12 - 18 Tage. Charakteristika des VERNACCIA di SAN GIMIGNANO: FARBE: gelb, zart strohfarben, goldfarben bei zunehmender Reifung. GERUCH: unverkennbar dein. GESCHMACK: trocken, harmonisch mit typischem, leicht bitterem Abgang RESTZUCKER: maximal 4 %o. GESAMSÄURE: mindestens 5 %o. GESAMTEXTRAKT: mindestens 15 %o. GESAMTALKOHOLGEHALT: mindestens 11 Grad ("Riserva' 11, 5 Grad). Einige Hersteller produzieren einen VERNACCIA RISERVA aus einer Auswahl erstklassiger Trauben. Mit Dekret vom 9. Juli 1993 (nr.169), unterzeichnet von Landwirtschaftsminister Diana, ist der Vernaccia di San Gimignano in den Olymp der höchstklassierten Weine Italiens eingegangen und darf nun die Bezeichnung D.O.C.G, tragen, welches kontrollierte und garantierte Ursprungsbezeichnung bedeutet. Der Vernaccia ist ein hervorragender Aperitif- Wein, passt ausgezeichnet zu Vorspeisen, vorab zu Meeresfrüchten. Er ist ein glänzender Begleiter von Fisch-und weissen Fleischgerichten. Serviertemperatur 11-12 Grad C.
 
Konsortium
Die Gründungsurkunde des Konsortium VERNACCIA di SAN GIMIGNANO trägt das Datum des 3. Juli 1972 und wurde beim Notar Giovanni Vannisanti ausgefertigt. Vor ihm befand sich eine kleine Gruppe hartnäckiger Freiwilliger die fest an das glaubten, was sie vorhatten; ein Abenteuer privaten Charakters, im Interesse des Vernaccia und damit des gesamten Gemeindegebietes von San Gimignano. Ihrer damaligen Weitsicht verdanken wir viel. Die neun Gründungsmitglieder waren: Principe STROZZI MAJORCA GUICCIARDIN Dott. Girolamo, LORINI Ernesto, LUCII Libanio, BARONCINI Jaures, CONCINI Concino, VAGNONl Luigi, MAROLLI FURGA GORNINI Ing. Giorgio, SALINI Alfredo. Folgende Zeugen waren anwesend: Bagnai Franco, Gassino Teresio, Lorini Pietro, Biagini Ascanio, Cecchini Angelo, Cecconi Ferriero, Pertici Carlo, Razzi Franco, Bartolini Luciano und Borselli Romano seit seiner Entstehung hat das Konsortium die bei der Gründung formulierten Absichten hartnäckig verfolgt. Heute zählt es 71 Mitglieder. Die Leitung des Konsortiums erfüllt vielfältige Aufgaben: Sie bemüht sich, das traditionelle Bild San Gimignanos aufzuwerten. Sie ist mit der Durchführung aller Vorhaben betraut, die dazu dienen, den Ruf des VERNACCIA di SAN GIMIGNANO zu verbreiten. Sie trägt zur allgemeinen Qualitätssteigerung des Produkts bei, sowohl der Trauben als auch des Weins. Ausserdem ist sie darum bemüht, dass die vom Ministeriums für Land- und Forstwirtschaft ausgesprochene garantierte und kontrollierte Ursprungsbezeichnung erhalten bleibt. Sie ist mit der damit verbundenen Kontrolle vertraut. Der Sitz des Konsortiums ist heute die "Villa della Rocca " inmitten des gleichnamigen Parks. Sie wurde für die Zwecke des Konsortium von der Gemeinde grosszügig zur Verfügung gestellt. Die Arbeit des Konsortiums und die Gemeindeaktivitäten ergänzen sich in günstiger Weise. Die Gemeindeverwaltung ist sich der Bedeutung des Konsortiums zum Schutz und zur Förderung eines wichtigen Zweiges der Landwirtschaft von San Gimignano vollauf bewusst.
 

Degustationsnotiz

Farbe
glänzendes, tiefes Rubinrot mit violetten Nuancen

Bukett
reich und vielschichtig, komplex und elegant, vielfältige Eindrücke: Brombeere, Kirsche, Himbeere, Weichselkirsche, Veilchen, schöne würzige Noten von Vanille und Lakritze

Geschmack
jung, körperreich, von guter Struktur, feine und elegante Tannine, früh trinkreif, aber auch zur Alterung geeignet

Ausschanktemperatur
16° C - 17° C

Passt zu
Fleisch, Wild, Käse

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